Diplomreise Schweden/Norwegen 1998
1998 befand ich mich im letzten Jahr meines Studiums. Traditionellerweise geht jede Klasse in diesem Jahr eine Woche auf Diplomreise. Als Ziel wählte die Klasse Schweden.
Einige beschlossen, nach der einwöchigen Diplomreise noch drei weitere Wochen Schweden und Norwegen zu bereisen. Sie hatten nichts dagegen, dass ich mich ihnen anschloss. So kam ich in den Genuss, den ganzen Monat Juli im Norden zu verweilen.
Eigentlich fand die Anreise nach Stockholm mit dem Flugzeug statt. Da wir nach der Diplomreise ja noch auf eigene Faust weiter reisen wollten, haben wir uns ein InterRail-Ticket gekauft. Somit reisten wir mit dem Zug nach Stockholm.
Abends fuhr unser Zug in Basel los. Nach einer kurzweiligen Nacht trafen wir am nächsten Morgen in Kopenhagen (Dänemark) ein. Wir hatten den ganzen Tag Zeit, diese Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen. In Kopenhagen befindet sich auch die bekannte Statue der Meerjungfrau. Ein absolutes Muss auch diese zu besuchen.
Am Abend ging es dann mit dem Nachtzug weiter in Richtung Stockholm. Dort kamen wir am nächsten Morgen ziemlich müde an. Als Unterkunft diente uns ein ausgedientes altes Schiff welches zu einer Jugendherberge umgebaut wurde. Ich glaube dieses Schiff hiess "Klint Gustav". Auf jeden Fall war es nicht das alte Segelschiff, welches ebenfalls eine Jugendherberge ist und weltweit recht bekannt ist.
Die Altstadt von Stockholm ist richtig romantisch. Am ersten Morgen assen wir auf diesem wunderschönen Platz unser Frühstück.
Von der Jugendherberge aus konnte man den ganzen Hafen überblicken. In der erste Nacht konnte ich sehr schlecht einschlafen. Obwohl ich keinen Alkohol getrunken hatte fühlte ich mich betrunken. Ein Schiff hat bekanntlich die Eigenschaft hin und her zu schaukeln.
Die gleiche Aufnahme bei Nacht. Stockholm liegt im südlichen Teil Schwedens. Trotzdem ist dies bereits nördlich genug, um in der Nacht nicht mehr vollständig dunkel zu werden. Dunkler als in diesem Bild festgehalten wird es nicht. Morgens um 03.00 Uhr ist es bereits wieder taghell.
Höhepunkt der Diplomreise war eindeutig der Besuch der Scania Lastwagenwerke. Auf der Firmeneigenen Teststrecke durften wir nach Lust und Laune die ganze Lastwagenpalette selber ausprobieren. Einzige Voraussetzung war der Besitz eines gültigen PW-Fahrausweises. Logisch, dass alle einmal mit dem vollbeladenen 60 Tönner auf die Piste wollten.
Eigentlich ist Lastwagen fahren nicht viel schwieriger als Auto fahren. Grösstes Problem sind die Dimensionen des Gefährts. Der 60 Tönner beispielsweise ist über 25 Meter lang. Zudem hat er 6 Haupt- und 6 Halbgänge. Doch nach einer Runde hatten wir auch das im Griff. Rechts im Bild die ganze Lastwagenpalette welche uns zur Verfügung stand. Wir hatten richtig Mühe uns von diesen Fahrzeugen wieder zu trennen. Jeder war total begeistert.
Nach dieser Woche reisten die meisten Klassenkamraden wieder nach Hause. Eine Neunergruppe blieb zurück. Wir wollten noch eine Woche Kanu fahren. Als wir auf dem Zeltplatz ankamen regnete es in Strömen. Wir konnten uns nicht begeistern bei diesem Sauwetter unsere Zelte aufzubauen. Glücklicherweise konnte man auf diesem Zeltplatz noch kleine Häuschen mieten. Zwei solcher Häuschen reichten aus um die ganze Gruppe im Trockenen unterzubringen.
Am nächsten Morgen zeigte sich uns Schweden von seiner schönsten und sonnigsten Seite. Einige Bilder rund um den Zeltplatz:
Fast jeder Zeltplatz verfügt auch über eine Sauna. Natürlich haben wir auch diese getestet. Nach dem Schwitzen konnten wir uns in diesem See abkühlen, welcher um Mitternacht besonders schön zur Geltung kam.
Kanu fahren haben wir dann auch ausprobiert. Die Natur ist absolut einmalig. Noch nie in meinem Leben habe ich so etwas Schönes gesehen. Es war wie im Paradis.
Nach dieser Kanuwoche trennten sich unsere Wege. Einige reisten zurück in die Schweiz, andere zogen alleine weiter. Drei Klassenkollegen und ich beschlossen mit der Inlandsbahn in den Norden zu reisen.
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