Singapur
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Arbeitseinsatz in Singapur



Die ABB ist nicht nur auf der ganzen Welt zu Hause, nein sie hat auch Kunden rund um den Globus. Einer davon (Power Grid) befindet sich in Singapur.

Dieser Kunde hat vor einige  Jahren zwei neue Unterstationen in Betrieb genommen. Der Kunde ist nun daran eine kleine Änderung an den Anlagen durchzuführen. Die ABB lieferte damals das Leitsystem für die 400kV-Spannungsebene. Mit diesen Änderungen wird aber auch eine Anpassung des Leitsystems nötig. Also wurde ich am 7. November 1999 mit zwei weiteren ABB-Mitarbeitern nach Singapur geschickt um die nötigen Änderungen zu implementieren.

Singapur liegt südlich von Malaysia, knapp oberhalb des Äquators. Das Klima ist tropisch. Das ganze Jahr herrschen warme Verhältnisse. Obwohl der November in Singapur auch zu den Wintermonaten gehört ist es durchschnittlich immer noch 27°C war. Die grosse Luftfeuchtigkeit lässt die Temperatur noch höher erscheinen. Nach einem 14-stündigen Flug setzte unser Flugzeug (MD11) von Zürich kommend sanft auf dem Flughafen Changi in Singapur auf. Wegen der Klimaanlage im Flugzeug merkten wir noch nicht, dass es draussen sehr heiss war. Doch beim Aussteigen aus der Maschine brannte die Hitze erbarmungslos auf uns nieder. 

Abflug in Zürich -> ca. 8°C
Ankunft in Singapur -> ca. 32°C

Der Arbeitsraum war klimatisiert. Die Gefahr einer Erkältung ist dadurch enorm gross. Draussen schwitzt man und geht dann in einen eiskalten Raum. Die meisten Häuser und Gebäude verfügen über Klimaanlagen. Für Europäer ist es ratsam immer einen Pullover bei sich zu tragen. Dies mag bei 30°C komisch tönen, hat sich aber als äusserst praktisch erwiesen.

Thomas und Michel gaben sich alle Mühe dem Protokollkonverter das Laufen beizubringen.
Vom Hotelzimmer aus bot sich ein schönes Panorama.
Die Bewölkung täuscht massiv. Obwohl in dieser Jahreszeit in Singapur ebenfalls Winter ist und es oft regnet und bewölkt ist, herrschen Temperaturen die am Tag selten unter 28°C sinken.

Gefahren wird in Singapur auf der linken Strassenseite. Wer sich aber nicht gut auskennt, sollte besser das Taxi benutzen. Schnell hat man sich hoffnungslos verfahren. Da Thomas aber vor zwei Jahren sieben Monate lang in Singapur gelebt hat, kannte er die Strassen fast so gut wie die Taxifahrer.

Meiner Meinung nach ist Singapur nicht ganz so clean und sauber wie es immer geschrieben wird. Dennoch findet man selten total verschmutzte Wege.

Wolkenkratzer an Reih und Glied. Manchmal bis zu fünfzig Stockwerke hoch.



Singapur bei Nacht ist besonders schön.

Während seinem sieben Monate langen Aufenthalt vor ca. zwei Jahren hat Thomas Janice kennengelernt. Natürlich hat er sich bei ihr gemeldet und mitgeteilt, dass er wieder einmal für ein paar Tage in Singapur ist. Logisch, dass man ein solches Wiedersehen auch kräftig feiern muss.

Janice ist eine sehr symphatische und aufgestellte junge chinesiche Frau. Dass die Asiaten alles andere als verklemmt und farblos sind hat sie uns in den paar Tagen mehr als einmal gezeigt.

In den Pubs herrschte eine lockere, gelöste Atmosphäre. Wir Europäer können meiner Meinung nach noch viel von den Asiaten lernen was verklemmt sein und steife Gesellschaft anbelangt. Besonders ineressant ist auch wie viele verschiedene Rassen in Singapur aufeinandertreffen.

Übertreiben können sie aber auch! Bereits Mitte November sind die Strassen weihnachtlich geschmückt. Aus den Lautsprechern tönt schon mal ein 'Stille Nacht'.

Nach zwei Wochen haben wir unsere Arbeit leider bereits beendet. In dieser Zeit ist mir Singapur aber ans Herz gewachsen. Unterdessen kann ich mich sogar mit Stäbchen ernähren.
Am 21. November um 06.00 Uhr landeten wir in Zürich und hatten einen riesen Schock. Von 30°C auf -3°C und 20cm Schnee ist eine enorme Umstellung. Die

Wärme wird mir wahrscheinlich schon ein bisschen fehlen. Dafür können wir uns in der Schweiz auf eine schöne Skisaison freuen.

 

(C)opyright by M. Lisser