Wer an die Schweiz denkt, dem fallen zuerst die Städte Zürich, Bern, Basel, Genf und Luzern ein. Daneben gibt es in der Schweiz aber viele Städte, die den Touristen nicht weniger zu bieten vermögen. Dazu gehört meiner Meinung nach auch Solothurn.
Solothurn liegt am Jurasüdfuss, direkt an der Aare. 1481 tratt Solothurn dem Bund der Eidgenossen bei. Entscheidend für die Entwicklung Solothurns war die ständige Niederlassung der französischen Ambassadoren, also der Gesandten bei den Eidgenössischen Orten (1530-1792). Darum spricht man noch heute von der Ambassadoren-Stadt.

- Von der Vorstadt gelangt man über die Kreuzackerbrücke direkt in die Altstadt. Vom Bahnhof SBB bis in die Altstadt sind es gerade mal fünf Minuten Fussweg.

- Das eindrückliche Wahrzeichen Solothurns ist ganz klar die mächtige St.-Ursen-Kathedrale. Egal von welcher Seite man auf die Stadt zukommt, die Kathedrale ist bereits von Weitem sichtbar. Erbaut wurde dieses Werk 1762-1773 nach Plänen von Gaetano Matteo Pisoni aus Ascona.


- Die Aare war vor allem in früheren Jahren interessant, als Güter noch mit Schiffen transportiert wurden.

- Der Riedholzturm (1548) mit der Schanze bildet die letzte erhaltene Voll-Bastion.

- Nur dank einer Gruppe besonnener Landsleute, die sich zur Schweizerischen Vereinigung für Heimatschutz zusammenschlossen, konnte dieser Teil des barocken Verteidigungssystems gerettet werden.

- Früher war Solothurn von Stadtmauern (Schanzen) umgeben. In den Jahren 1835 bis 1880 mussten die Mauern bedauerlicherweise grösstenteils weichen. Was erhalten blieb sind die Stadttore. Dieses Bild zeigt das Baseltor (erbaut 1504-1535) mit der St.-Ursen-Kathedrale im Hintergrund.

- Der Konzertsaal

- Das Rathaus

- Der Zeitglockenturm ist das älteste Bauwerk der Stadt. Er wurde im 15. und 16. Jahrhundert erbaut und besitzt ein astronomisches Uhrwerk. Der Glockenschläger von 1452 (Jacquemard) oben in der Helmlaterne schlägt tatsächlich mit einem Hammer auf die Glocke.

- Das Bieltor

- Das Kunstmuseum
Woher der krumme Turm (1459-1463 erstellt) seinen Namen erhalten hat ist unschwer zu erraten. Da der Grundriss dieses Gebildes ein ungleichseitiges Fünfeck ist, erscheint der Spitzhelm schief, ausser eben in der Symmetrieachse.
Der Turm gab Anlass zur Sagenbildung. So sollen zwei Zimmermänner an diesem Dach gearbeitet haben. Jeder von einer anderen Seite. Als sie sich in der Spitze trafen begutachteten sie ihr Werk. Sie sahen, dass das Dach krumm war und gaben dem anderen die Schuld. Die Zimmerleute fingen an zu Raufen bis sie schliesslich in die Aare stürzten. Seither hat man sie nie mehr gesehen.

- Der Friedhofplatz war früher eine Begräbnisstätte, später Tiermarkt und heute "Säulimärt". Zur Römerzeit stand hier ein Jupitertempel.


- Von der Hauptgasse aus hat man einen tollen Ausblick auf die St.-Ursen-Kathedrale. Eindrücklich, wenn man bedenkt, zu welcher Zeit die Kathedrale erbaut wurde (1762-1773) und welche Hilfsmitteln den Bauleuten zur Verfügung standen.


- Das Baseltor von Innen betrachtet. Gleich rechts davon steht die St.-Ursen-Kathedrale.

- Der Klosterplatz. Rechts ist das historische Naturmuseum noch im Bild.


- Unten an der Aare findet man den alten Spital. Schon lange dient dieses Gebäude nicht mehr als Spital. Heute ist es ein Begegnungszentrum (BZ altes Spital).

- Auch das gehört zu Solothurn. Am Stadteingang direkt an der Aare brütet jedes Jahr eine Schwanenfamilie. Schon als kleines Kind wollte ich jedes Mal nachschauen, ob der Schwan wieder da ist.

- Das Landhaus


- Mit diesem Bild ist die kleine Tour durch Solothurn beendet.
Es gibt noch vieles mehr in Solothurn. Wer mehr über die Stadt an der Aare wissen möchte soll doch direkt beim Tourismusbüro anfragen. Auf Anfrage sind auch Stadtführungen machbar. Die Führer/innen wissen noch so manche lustige Geschichte aus den alten Zeiten.